Schulprogramm

Grundschule an der Hasenheide

Schule

Eine Grundschule mit besonderem Profil

 

Seit 1. Dezember 1999 mit neuem Namen

 

Schulleiterin: Frau K.Bernecker 

 

Schulprogramm - Ganztagskonzept

der Grundschule an der Hasenheide

in Bernau bei Berlin

 

 wir sind da

 

Inhaltsverzeichnis

1   Leitbilder – Grundsätze unserer Arbeit.. 5

1.1 Grundsätze von Bildung und Erziehung.... 7

1.1.1 Aufgaben schulischer Bildung.. 7

1.1.2 Allgemeine Unterrichtsgrundsätze.. 7

1.1.3 Offener Unterrichtsbeginn.. 8

1.1.4 Rhythmisierung des Schulalltags.. 8

1.1.5 Tagesablauf unserer Schule.. 9

1.1.6 Gestaltung der Schuleingangsphase (Klasse 1 und 2); FLEX- und Regelklassen.. 10

1.1.7 Unterricht in der Jahrgangsstufe 3 und 4.. 10

1.1.8 Unterricht in der Klassenstufe 5 und 6.. 11

1.2  Werte und Werteerziehung........................................................... 12

1.2.1 Schule als Lern- und Lebensort. 13

1.2.2 Überblick zu unseren Schülerzahlen.. 14

1.2.3 Das Schulgelände und das Schulgebäude.. 16

1.3 Inklusion............................................................................................................................... 18

1.4 Lernerfahrungen.... 22

1.4.1 Der Unterricht. 22

1.4.2 Das Schulleben.. 22

1.4.3 Schule als Begegnungsstätte – ausgewählte Beispiele für außerschulische Partner. 23

1.4.4 Lernerfahrungen im Ganztag.. 23

1.5 Lebenslanges Lernen.... 27

1.5.1 Kompetenzentwicklung.. 29

1.5.2 Standardorientierung.. 30

1.6 Themen und Inhalte.... 31

1.6.1 Verkehrserziehung.. 31

1.6.2 Gesundheitserziehung und Sport. 31

2 Schulinterne Curricula (Verweis auf Teil C).. 32

2.1 Übergreifende B+E Aufgaben.... 32

2.2 Schulkultur.. 32

2.2.1 Traditionen.. 32

2.2.2 Sprach- und Medienbildung.. 33

2.3. Pädagogische und organisatorische Schwerpunktsetzungen Zeit- und  Maßnahmeplan.... 35

2.3.1 Lernkultur. 40

2.3.2 Lernphasen.. 43

2.3.3 Fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen.. 44

3 Leistungsfeststellung und –bewertung..... 50

3.1.1 Kriterienorientierung.. 50

3.1.2 Lernberatung

 

.. 1.Leitbilder – Grundsätze unserer Arbeit

 

Deine Kinder sind nicht deine Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.

Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.

Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken; denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Du kannst ihrem Körper ein Haus geben, aber nicht ihrer Seele; denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst - nicht einmal in deinen Träumen.

Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen; denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.

Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden ...

Lass die Bogenrundung in deiner Hand Freude bedeuten.“
Kahlil Gibran (1883-1931)

 

 

Reihenfolge ist noch festzulegen!

 

  • Wir entwickeln uns mit den Kindern und sind offen für neue Herausforderungen!

 

An unserer Schule werden die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Gestaltung des Schullebens einbezogen und nehmen ihre Mitbestimmungsrechte wahr.

 

  • Wir sind ein tolles Team, denn wir sind die Lernbegleiter unserer Schüler! -menschlich und nicht unfehlbar!
  • An unserer Schule wird das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler in ihre Leistungsfähigkeit gestärkt, indem alle entsprechend ihren Fähigkeiten Erfolge erzielen können.
  • Wir fördern und fordern ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander!

 

An unserer Schule werden die Persönlichkeitsentwicklung, Teamfähigkeit und die Erziehung zur gewaltfreien Konfliktbewältigung gefördert.

 

  • Hier sind Kinder noch Kinder!

 

An unserer Schule werden Unterricht und Freizeit miteinander verknüpft. In dem Modell der verlässlichen Halbtagsgrundschule sehen wir eine Chance zur Weiterentwicklung unserer Schule.

 

  • Wir stärken Stärken und schwächen Schwächen!

 

An unserer Schule legen wir Wert auf die Rhythmisierung des Tages, der Woche, des Monates und des Jahres. Feste Rituale sorgen für Ausgeglichenheit, unterstützen die Leistungsfähigkeit und Gesundheitsförderung.

Teamwork

1.1 Grundsätze von Bildung und Erziehung

        1.1.1 Aufgaben schulischer Bildung

Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam mit den Eltern die wertvollen Anlagen der uns anvertrauten Kinder zu erkennen und bestmöglich zu fördern, damit sie ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur vollen Entfaltung bringen und diese für die eigene Lebensgestaltung ebenso wie für eine aktive Beteiligung an der Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen nutzen können.

 

Erfolg sollte stets die Folge, nie das Ziel des Handelns sein.    Gustav Flaubert

                                                                                                                                                                         

    1. 1.1.2 Allgemeine Unterrichtsgrundsätze

Ab der 3. Klasse lernen die Kinder unserer Schule jahrgangsentsprechend. Konzeptionell wird die Unterrichtsarbeit der Lehrkräfte durch die Festlegungen der schulinternen Rahmenlehrpläne im Teil C bestimmt. Es besteht Konsens im Lehrerteam darüber, dass der Unterricht abwechslungsreich, kindbezogen, binnendifferenziert und methodisch anspruchsvoll durchgeführt wird. Dazu gibt es regelmäßig stattfindende Lehrerkonferenzen, Teamsitzungen, Fachkonferenzen und interne Absprachen.   

 

    1. 1.1.3 Offener Unterrichtsbeginn
    2. In der Zeit von 7.30 – 7.45 Uhr kommen die Schülerinnen und Schüler und Schüler in der Schule an. Dies ermöglicht einen stressfreien Beginn des Schultages, da bereits hier Fragen oder wichtige Informationen ausgetauscht werden können und nach eigenem Ermessen des Lehrers unterrichtsvorbereitende Maßnahmen getroffen werden können.
    3.  
    4. 1.1.4 Rhythmisierung des Schulalltags

Das Ganztagskonzept ermöglicht eine ganztägige Betreuung aller Schülerinnen und Schüler. Der Wechsel von Konzentration und Entspannung ist ein wichtiges Merkmal unseres Schulkonzeptes.

Den äußeren Rahmen des rhythmisierten Tagesablaufs bildet die Verteilung von Unterrichtstunden und Pausen sowie die Betreuung im Hort und ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften nach Unterrichtsschluss. Als verlässliche Halbtagsgrundschule ist die Betreuung der Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1- 6 bis 13.40 Uhr gewährleistet. Die nachmittäglichen Angebote von Schule und Hort sind von Schülern und Eltern nach eigenem Ermessen wählbar.

Unser Konzept basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Hort und Schule. So ist es möglich, die Kinder bereits ab 6.00 Uhr im Frühhort bis zum offenen Unterrichtsbeginn betreuen zu lassen.

Diese umfangreiche sowie zeitintensive Ausgestaltung eines Schultages bietet den Schülerinnen und Schüler und Schülern vielfältige Gelegenheiten zum sozialen Miteinander. Die aktive Teilnahme der Kinder am Schulleben schafft Identifikationsmöglichkeiten mit der Schule und fördert soziale Begegnung. Es trägt über Gemeinsinn und Gruppenerfahrungen zur Entwicklung von Freundschaften ebenso bei wie zu verbesserten Sozialbeziehungen zwischen Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen.

Die zeitliche Strukturierung des Unterrichtstages ist durch die An- und Abfahrt eines großen Teils unserer Kinder, die auf die Busse der Barnimer Busgesellschaft angewiesen sind, vorgegeben. Daher können nicht immer alle Zeitvorgaben im Ganztagsbetrieb berücksichtigen.

 

        1.1.5 Tagesablauf unserer Schule

Uhrzeit

Ablauf

Erläuterung

ab 6.00

Frühhort

freiwillige pädagogische Betreuung durch den Hort (kostenpflichtiges Angebot der Stadt Bernau)

7.30 – 7.45

offener Unterrichtsbeginn

 

Schülerinnen und Schüler treffen im Klassenraum ein und bereiten sich auf den Unterricht vor (kostenfrei)

7.45 – 9.25

1. Block

Unterricht mit integrierter Frühstückspause

9.25–   9.45

1. Hofpause

Aktive Erholungspause

9.45 – 11.25

2.Block

Unterricht mit integrierter 5 minütiger Wechselpause

11.25– 11.45

 

2. Hofpause

Essenpause Klasse 3 + 6

aktive Erholungspause für Klasse 4 und 5

 

11.45 – 12.30

5. Unterrichtsstunde

ILZ in Kl. 3/4  - Mittagsband Klasse 1 und 2 - Spielzeit

12.30– 12.55

2. Hofpause

Essenpause Klasse 4 + 5

aktive Erholungspause für Klasse 3 und 6

 

12.55 – 13.40

6. Unterrichtsstunde

ILZ/Sport für Klasse 1 und 2 - Individuelle Förderung/Betreuung

13.45 – 14.30

7. Unterrichtsstunde

Neigungsunterricht (1x in der Woche)

Hausaufgabenstunde Klasse 5 und 6 (2x in der Woche)

ab 13.45

 

Hort für Kl.1-4 (kostenpflichtiges Angebot der Stadt Bernau); Arbeitsgemeinschaften des offenen Ganztagsbetriebs (angeboten von Lehrern, Vereinen und anderen Externen

 

Der Verlauf des Schultags soll durch den Lebens- und Lernrhythmus der Schülerinnen und Schüler und der didaktisch-methodischen Differenzierung bestimmt werden. Um Arbeitsphasen nicht zu unterbrechen und das Ende der Lernphase bzw. die Pause individuell zu bestimmen, wurde das Klingelzeichen abgeschafft. Nur die Hofpausen werden durch ein Klingelzeichen eingeleitet  und beendet.

 

1.1.6 Gestaltung der Schuleingangsphase (Klasse 1 und 2); FLEX- und Regelklassen

Eine Besonderheit unserer Schule ist es, dass die Eltern zu Beginn des Schullebens ihrer Kinder die Möglichkeit haben, die Einschulung in eine Regelklasse oder in eine flexible Eingangsstufe (FLEX) entsprechend der Lernvoraussetzungen ihres Kindes zu beantragen. Auf der Grundlage der Anträge der Eltern und einer umfassenden Schuleingangsdiagnostik, an der der Schularzt, die Sonderpädagogen, eine zukünftige Lehrkraft der 1. Klasse und die Schulleitung beteiligt sind sowie den Elterngesprächen, wird über die Aufteilung der Kinder in die entsprechenden Klassen entschieden.

In den sogenannten „FLEX-Klassen“ lernen Kinder der Jahrgänge 1 und 2 gemeinsam. Der Vorteil ist, dass je nach Lern- und Leistungsstand über die Verweildauer des Kindes individuell entschieden wird. Ein gemeinsames Lernen verschiedener Altersstufen fördert den Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dadurch die Sozialkompetenz sowie die Selbstständigkeit der Kinder. Ab Klassenstufe 3 bilden die Kinder der beiden FLEX-Klassen eine neue 3. Klasse.

 

       1.1.7 Unterricht in der Jahrgangsstufe 3 und 4

Nach Abschluss der Schuleingangsphase dienen beide Schuljahre zur Vorbereitung auf den Fachunterricht ab Klasse 5. Oft erfolgt nach der 3. Klasse ein Lehrerwechsel, der neben schulorganisatorischen Gründen dieses Anliegen unterstützen soll. Die Kinder erhalten in der Regel in der Klassenstufe 3 Schwimmunterricht, dessen Ziel die Erreichung der Schwimmtauglichkeit für möglichst viele Kinder ist. Ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist das Projektlernen, indem Kinder fächerübergreifendes Lernen praktizieren. Themen solcher Projekte sind z. B. „Brandenburg“ oder „Das Mittelalter“.

 

  1.    1.1.8 Unterricht in der Klassenstufe 5 und 6

Ziel des Unterrichts in Klasse 5 und 6 sind zum einen die Einführung der Kinder in die Praxis des Fachunterrichts sowie die Vorbereitung auf den Übergang an die weiterführenden Schulen. So gibt es ab Klasse 5 einen grundlegenden Wechsel im Fächerkanon, der oft mit einem Wechsel von Lehrern verbunden ist. Dabei haben wir das Anliegen, die Kinder bei der Bewältigung dieser organisatorischen und oft lernmethodischen Herausforderung zu unterstützen. Unser Ziel ist es, die Kinder zur selbstständigen Arbeitsweise anzuhalten und mit verschiedenen neuen Lerntechniken vertraut zu machen.

Ab der 5. Klasse besuchen die Kinder als Ergänzung zu den Haupt- und Nebenfächern einmal in der Woche den Neigungsunterricht, in dem sie individuellen Interessen nachgehen können. An unserer Schule werden u.a. folgende Themenbereiche angeboten: Schülerzeitung, Fußball, Volleyball, Theater, Arbeit am PC, mathematisches Knobeln und Musik. Die Zufriedenheit der Kinder mit dem Neigungsunterricht wird evaluiert, damit eine weitgehend interessengesteuerte Ausrichtung erfolgen kann. Die Medien sind Teil der Lernlandschaft in allen Klassen.

  1. 1.2 Werte und Werteerziehung

 

 

 

      Charakter ist das, was man hat, wenn keiner zuschaut.       Siegried Lowitz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Einhaltung unserer Werte haben wir beispielsweise in einem intensiven gremienübergreifenden Diskussionsprozess im Schuljahr 2014/15 ein neues Schüleraufsichtskonzept entwickelt und beschlossen.

Als ein Beispiel einheitlichen Vorgehens zur Sicherstellung des Wohlergehens und der Sicherheit aller Kinder an unserer Schule sei folgend das Vorgehen zur Bewältigung von Konflikten dargestellt:

  • Konflikte sind im Alltag normal. Es ist nur eine Frage wie man damit umgeht.
  • Am Ende eines Streites stehen die Reflexion und die Entschuldigung. Wichtig ist es,

eine Lösung zu finden.

Dazu werden von Anfang an gemeinsame Regeln aufgestellt. Diese gilt es einzuhalten. Daher sollten die einmal aufgestellten Regeln als Selbstverständlichkeiten verstanden und über deren Einhaltung/Umsetzung nicht diskutiert werden.

Die Entschuldigung in Klasse 1 und 2 kann wie folgt aussehen:

Ich male als Entschuldigung ein Bild mit dem Wort „Entschuldigung“, übergebe es persönlich und  sage, dass es mir leidtut. Ab Klasse 3 kommt es zur persönlichen Entschuldigung, teilweise wird auch das Abschreiben der entsprechenden Regeln praktiziert.

Seit dem Schuljahr 2015/16 werden an unserer Schule Streitschlichter in Verantwortung der Schulsozialarbeiterin ausgebildet, damit die Kinder lernen, Streit auch untereinander zu schlichten.

Haben Konflikte größere Ausmaße angenommen, müssen die Eltern benachrichtigt werden. Dann folgen Gespräche mit dem Ziel der Klärung und einer gemeinnützigen Wiedergutmachung. Dazu wird durch die Schulleitung ein Lernvertrag geschlossen.

 

    1. 1.2.1 Schule als Lern- und Lebensort

Unsere Schule ist auf dem Weg – zwischen pädagogisch Bewährtem und neuen Herausforderungen, zwischen Lebendigkeit und Disziplin sowie zwischen Individualität und sozialem Miteinander.

Wir sind eine verlässliche Halbtagsgrundschule mit offenen Ganztagsangeboten. Innerhalb dieses Konzepts besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Team der Erzieherinnen des Hortes. In regelmäßigen Monatsgesprächen werden zwischen der Schul- und Hortleitung wichtige Fakten des Schullebens erörtert damit pädagogische Entscheidungen im Konsens getroffen werden können. Die gemeinsame Nutzung des Schulgeländes sowie der Klassenräume trägt ebenso zur Zusammenarbeit bei.

Unsere Schule trägt seit 1999 den Namen „An der Hasenheide“. Das Gebäude wurde bereits 1973 als Polytechnische Oberschule erbaut. Nach der Wende wurde unsere Schule zur 4. Grundschule der Stadt Bernau.  2004/05 wurden umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt, dazu gehörten unter anderem der Einbau eines Fahrstuhls und einer Schülerküche. 2010 wurde durch den Umbau der Mensa die Sanierung abgeschlossen

Zu den Einzugsgebieten unserer Schule gehören das Neubaugebiet Bernau-Süd, die Eigenheimsiedlung Nibelungen sowie die Ortsteile Börnicke, Albertshof, Birkholz, Birkholz-Aue, Birkenhöhe und Lindow. Dadurch ergibt sich eine hohe soziale Heterogenität der Schülerschaft.

Unsere Schule besuchen ca. 440 Schülerinnen und Schüler und Schüler in den Jahrgangsstufen 1-6 und den Klassen der flexiblen Eingangsstufe. Diese werden von 28 Lehrkräften, davon drei mit sonderpädagogischer Ausbildung unterrichtet.

Die Kinder kommen mit den verschiedensten Erfahrungen und Hintergründen an unsere Schule. Dadurch ergibt sich ein Spiegel der modernen Gesellschaft und das soziale Zusammenleben wird gefördert. Zu einer besonderen kulturellen Vielfalt tragen die verschiedenen nationalen Wurzeln der Kinder bei. Der Anteil von Kindern nichtdeutscher Herkunft liegt bei ca. 2 %.

 

  1.       1.2.2 Überblick zu unseren Schülerzahlen:

 

          Schuljahr 2005/2006 - 262 SchülerInnen
          Schuljahr 2006/2007 - 256 SchülerInnen
          Schuljahr 2007/2008 - 271 SchülerInnen
          Schuljahr 2008/2009 - 306 SchülerInnen
          Schuljahr 2009/2010 - 346 SchülerInnen
          Schuljahr 2010/2011 - 344 SchülerInnen
          Schuljahr 2011/2012 - 344 SchülerInnen
          Schuljahr 2012/2013 - 363 SchülerInnen

          Schuljahr 2013/2014 - 382 SchülerInnen

          Schuljahr 2014/2015 - 426 SchülerInnen

          Schuljahr 2015/2016 - 438 SchülerInnen

          Schuljahr 2016/2017 - 443 SchülerInnen

          Schuljahr 2017/2018 - 462 SchülerInnen

          Schuljahr 2018/2019 - 464 SchülerInnen

          Schuljahr 2019/2020 - 468 SchülerInnen
          Schuljahr 2020/2021 - 451 SchülerInnen

Statistik_Schülerzahlen

Die steigenden Schülerzahlen lassen eine sichere Perspektive erkennen.

 

  1.  1.2.3 Das Schulgelände und das Schulgebäude
  2. Wir verfügen über einen kindgerechten, wenn auch mittlerweile etwas beengten Schulhof. Für eine kindgerechte Pausengestaltung können die Kinder vielfältige Spielangebote und Rückzugsmöglichkeiten nutzen. Dazu gehören zum Beispiel eine große Kletterspinne, welche die motorischen Fähigkeiten der Kinder fördert und fordert sowie mehrere Sitzgelegenheiten. Außerdem steht den Kindern ein Großfußballfeld zur Pausengestaltung zur Verfügung. Für den Sportunterricht gibt es auf unserem Schulgelände eine Turnhalle, einen Basketballplatz, eine Weitsprunganlage sowie eine Laufbahn (gemeinsame Nutzung mit der benachbarten Förderschule). Eine saubere und ordentliche Schulumgebung gehört zu unseren erzieherischen Anliegen. Die Flure und Nebenräume unserer Schule werden kindgerecht gestaltet und repräsentieren unser Unterrichtsgeschehen.
 
  1.      Der Klassenraum

Der Klassenraum spiegelt das unverwechselbare Bild der Lernaktivitäten unserer Klassen. Es zeigen sich lebendige Lernlandschaften, die das Unterrichtsgeschehen aktiv unterstützen und ermöglichen. So findet man z. B. Regale mit Materialkästen, Freiarbeitsmaterialien, Portfolios, Ablagemöglichkeiten für jeden Schüler. Dabei gehören Ordnung und Sauberkeit selbstverständlich dazu. Jegliches Eigentum ist zu achten.

In der Gestaltung der Klassenräume repräsentiert sich die gelebte Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort, in den Räumen finden sich sowohl Schul- als auch Hortmaterialien zur Verwendung durch die Kinder.

 

  1.     Die Fachräume
    1. Für den Unterricht stehen einschließlich der Fachräume (Raum für Naturwissenschaften/WAT, Musikraum) 23 Unterrichtsräume zur Verfügung. Für weitere Lernangebote können eine kleine   Bibliothek, die Schülerküche, ein Computerkabinett, ein Raum für sonderpädagogische Förderung  genutzt werden. 

 

    1. Schülerküche
    2. Die Schülerküche ist eine besonders beliebte Einrichtung unserer Schule, sie wurde im Jahr 2005 eröffnet und wird durch die Schule, den Hort und die Arbeitsgemeinschaften genutzt. Sie ist u.a. mit einem Kühlschrank, drei Küchenzeilen, einem großen Tisch für gemeinsame Mahlzeiten und einer Geschirrspülmaschine ausgestattet. In der Küche finden Arbeitsgemeinschaften, Klassenprojekte, die Essenversorgung bei Lesenächten und "Oma-Opa-Tage" statt. Ebenso wird die Schülerküche bei ausgewählten Teambuildings durch das Lehrerkollegium genutzt. Hier steht bei allen Veranstaltungen die Freude und der Spaß am gemeinsamen Kochen, das Eindecken des Tisches sowie das gemeinschaftliche Essen und Trinken im Vordergrund.
    3.  

1.3 Inklusion

 

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder,

als jener, der ohne Ziel umherirrt.                                                Gotthold Ephraim Lessing

 

Mit der Verabschiedung des Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets „Auf dem Weg zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ durch die Landesregierung am 29. November 2011 wurde das Ziel eines inklusiven Schulsystems bekräftigt. Brandenburg gehört zu den Ländern, die schulgesetzlich schon jetzt den Vorrang des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf festgeschrieben haben und hier inzwischen – seit mehr als 20 Jahren – über wichtige Erfahrungen verfügen.

Es ist in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Schulamt in Frankfurt/Oder in naher Zukunft die Umsetzung des Projekts der gemeinsamen Schule geplant.

 

Die Grundschule „An der Hasenheide“ ermöglicht den Schülerinnen und Schülern gleiche Chancen zur Teilhabe an der Gesellschaft unabhängig von sozialer Herkunft, Migration und Geschlecht.

 

    1. Klassenbildung

An der Grundschule an der Hasenheide verteilen sich die Förderschüler/innen auf alle Klassen. Uns ist dabei die sorgfältige Beachtung der sozialen und leistungsbezogenen Voraussetzungen der Schüler/innen einer Klasse sehr wichtig, denn es sollen unter diesen Gesichtspunkten ausgewogene Klassen gebildet werden um zu verhindern, dass über das Entstehen leistungsschwächerer Klassen Stigmatisierungen auftreten. Unsere Schule hat den Anspruch, dass Vielfalt und Heterogenität in allen Klassen gelebt werden kann. Allerdings stellen die knappen sonderpädagogischen Ressourcen eine Herausforderung dar. 

 

    1. Differenzierungskonzepte im Unterricht 

Wir meinen hiermit: Inklusionsorientierter Unterricht bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler vor allem mit einem Förderbedarf der sprachlichen Entwicklung, dem Förderbedarf Lernen sowie dem Förderbedarf der sozialen emotionalen Entwicklung oder dem Förderbedarf der körperlich-motorischen Entwicklung gemeinsam mit weiteren Kindern in einer Klasse unterrichtet werden. Zum Teil lernt in den Klassen eine Anzahl von Kindern mit unterschiedlichen Migrationshintergründen, zum Teil müssen die personellen Ressourcen und barrierefreien Räume und Materialien zur Unterstützung von Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen geschaffen werden. Dies stellt eine hohe Anforderung an die Lehrkräfte und Schulleitung, an das Unterrichtskonzept und die Methoden, die zum Einsatz kommen, an die personellen Ressourcen und an die Organisation der pädagogischen Arbeit, denn jede und jeder soll seinen Voraussetzungen und Bildungszielen entsprechend angemessen gefördert und gefordert werden. 

 

    1. Außendifferenzierung 

Um das Ziel einer individuellen Förderung und Forderung realisieren zu können, wird an unserer Schule teilweise eine Außendifferenzierung in einzelnen Fächern und in einzelnen Jahrgangsstufen vorgenommen. Über die Strategie der Außendifferenzierung sollen Lernerfolge für alle Schüler/innen gesichert werden, es sollen Über- bzw. Unterforderungen vermieden werden und pädagogische Ressourcen sollen gezielt zum Einsatz kommen. 

 

    1. Binnendifferenzierung 

Binnendifferenzierung ist eine Strategie, die an unserer Schule erfolgreich angewendet wird. Meist erfolgt der Unterricht in den unteren Jahrgangsstufen durchgängig in binnendifferenzierter Form. Darüber hinaus wird in der Regel in den Nebenfächern der Unterricht so aufbereitet, dass er binnendifferenziert für die leistungsheterogenen Klassen erfolgen kann. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit an unserer Schule, auf die Außendifferenzierung zu verzichten, wenn über die Möglichkeit des doppeltbesetzten Teilungsunterrichts spezifische Unterrichtsmethoden die Binnendifferenzierung so gestalten, dass alle Kinder davon profitieren und Lernerfolge gewährleistet sind. Diese Form des Unterrichts ist jedoch an zusätzliche personelle Ressourcen gebunden.

 

Unsere Zielsetzungen des binnendifferenzierten Unterrichts sind:

- Etikettierungen und Stigmatisierungen vermeiden - gezielte Förderung und Forderung

- Perspektive: bestmöglicher Übergang in die Jahrgangsstufe 7 - Schüler/innen unterschiedlichster  

   Leistungsvoraussetzungen, sozialer und kultureller Hintergründe sollen voneinander lernen.

 

  1. Kooperationen zwischen unseren Lehrkräften, den SonderpädagogInnen   und Schulleitungen

Die Anforderungen, die ein inklusionsorientierter Unterricht an unsere Lehrkräfte stellt, bedeutet, dass neue pädagogische Konzepte entwickelt und eingesetzt werden müssen, dass Lehrkräfte beispielsweise vom Frontalunterricht abrücken und über neue Formen der Unterrichtsgestaltung zunehmend zu Berater/innen, Begleiter/innen und Coaches von Kindern werden.  In einer inklusionsorientierten Schule lernen Lehrkräfte voneinander über Hospitationen, über offene Unterrichtsräume, über die gemeinsame Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts. Sie kooperieren hinsichtlich der Zuerkennung bzw. Aberkennung eines Förderstatus, in der Leistungsbewertung, sie tauschen sich aus in schulinternen Fortbildungen und ergänzen sich in der Elternarbeit. Auch der Austausch mit anderen (inklusionsorientierten) Schulen oder der Allgemeinen Förderschule im Nibelungenviertel und externe Fortbildungen spielen hier eine wichtige Rolle.

 

  1.      Kooperationen zwischen Schule und Jugendhilfe

Die Jugendhilfe ist in vielfältiger Weise in Ganztagsschulen eingebunden und ein unverzichtbarer Kooperationspartner in der Freizeitgestaltung, in non formalen Bildungsangeboten sowie in Angeboten zum sozialen Lernen. Jugendhilfe trägt wesentlich zur Öffnung der Schule zum Sozialraum bei, indem an unserer Schule Kooperationen zwischen Schule und einem dem Südstern in Bernau, dem Klub am Steintor erfolgen. Unsere Schulsozialarbeiterin die als außerschulischer Kooperationspartner bei uns an drei ausgewählten Wochentagen tätig ist, bietet unseren Schüler/innen Unterstützung im Konfliktlösemanagement an und bildet z.B. Streitschlichter aus. Darüber hinaus findet nicht nur bei SchülerInnen, die in betreuten Wohnformen untergebracht sind ein kontinuierlicher Austausch zwischen Lehrkräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendhilfe hinsichtlich der schulischen Leistungen statt. Die Schulsozialarbeiterin der Hoffnungsthaler Stiftung ist weiterhin unterstützend für unsere Kinder zur Bewältigung persönlicher Probleme und Schwierigkeiten in und außerhalb der Schule (präventiv & kurativ) tätig, sowie in der Elternarbeit.

 

  1. Sonderpädagogische Besonderheiten ausgewählter SchülerInnen unserer Schule im gemeinsamen Unterricht

Die Beschulung von Kindern mit einem diagnostizierten Förderbedarf in den Bereichen Lernen, emotional-soziale Entwicklung, Hören, Autismus, körperlich-motorische Entwicklung und Sprache stellt einen festen Bestandteil des gemeinsamen Lernens dar.

Im schulischen Alltag müssen aber auch die Lernumfelder den Bedürfnissen von bindungsgestörten Heranwachsenden angepasst werden. Dies stellt im Schulalltag eine große Herausforderung dar.

Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und unverarbeitete Verlusterfahrungen gehören hier zu den häufigsten psychosozialen Belastungsbedingungen unserer Kinder. Die pathogene Wirkung dieser Traumata liegt wohl v.a. darin, dass Misshandlungs-, Vernachlässigungs-, und Verlusterfahrungen nicht von den Beziehungen der Beteiligten zueinander getrennt werden können. Im Kern handelt es sich bei diesen Erfahrungen somit um Beziehungstraumata, wobei die Beziehungsfiguren meist Eltern oder andere sorgeberechtigte Personen sind.

Da sich die Entwicklung betroffener Kinder in wesentlichen Teilen im Kontext der Interaktion mit diesen Personen vollzieht, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die weitere Entwicklung dieser Kinder durch genannte Erfahrungen tiefgreifend negativ beeinflusst wird.

 

Vernachlässigte Kinder z. Bsp. fallen gehäuft durch Verzögerungen in der kognitiven, motorischen und sprachlichen Entwicklung auf. Sie sind häufig weniger aggressiv als vielmehr passiv und zurückgezogen, so dass in dieser Subgruppe die sozialen Beziehungen zu Gleichaltrigen stark beeinträchtigt sind.

 

Die Misshandlungstraumata andererseits gehen häufig mit posttraumatischen Belastungsstörungen einher, die sich z. Bsp. in Form von psychosomatischen Symptomen, einer erhöhten Reizbarkeit, Wutausbrüchen, Konzentrationsschwierigkeiten sowie übertriebenen Schreckreaktionen äußern.

 

Unverarbeitete Verlusterfahrungen hingegen werden gehäuft mit Suizidgedanken, depressiven Symptomen, sozialem Rückzug aber auch aggressiven Symptomen assoziiert.

 

Hieraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass einerseits durch eine sensible Beobachtung durch die Lehrkraft, andererseits durch das Sicherstellen eines angemessenen Lernumfeldes das soziale Gefüge innerhalb des Systems Schule ausgeglichen, vorhersehbar und zuverlässig gestaltet wird. 

Um die vielfältigen Herausforderungen eines inklusionsorientierten Angebotes bewältigen zu können, ist die Schulsozialarbeit in die Entwicklung des pädagogischen Konzeptes unserer Schule soweit wie möglich eingebunden. Es findet ein regelmäßiger (institutionalisierter) Austausch mit Schulleitung, Lehrkräften und ErzieherInnen statt.  Die Projekte der Schulsozialarbeit an unserer Schule beinhalten Angebote zum sozialen Lernen, die entweder eigenständig von der/dem Schulsozialarbeiter/in entwickelt und durchgeführt werden, die aber auch über die gemeinsame Gestaltung von Unterrichtseinheiten mit Lehrkräften erfolgen können.

So wird beispielsweise über ein Training der Zusammenarbeit an Tischgruppen im Unterricht die Zusammenarbeit der Schüler/innen einer Klasse im Unterricht befördert.

Schließlich ist die Elternarbeit an unserer Schule ein Arbeitsbereich, in dem eine gute Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeit als notwendig erachtet wird und vielfach entsprechend umgesetzt wird. 

 1.4 Lernerfahrungen

 

Um klar zu sehen, genügt oft schon ein Wechsel der Blickrichtung

Antoine des Saint-Exupery

 

    1. 1.4.1 Der Unterricht

Wir nehmen Verbindung zu Experten, Vertretern außerschulischer Einrichtungen und Eltern auf und laden sie direkt in die Schule ein oder wechseln den Lernort. Die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit aus „erster Hand“ fordert und fördert Selbständigkeit, Sachverstand, Fachwissen und Kooperationsfähigkeit. Schulisches Lernen wird dadurch nicht nur ergänzt, sondern auch zur Voraussetzung. Es eröffnet neue Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten.

 

    1. 1.4.2  Das Schulleben

Weil Schule mehr als die Summe von Fachunterricht ist und entscheidend Lebensqualität, Perspektiven und Lebenssinn mitprägt, wollen wir mehr Mitteilungs-, Mitgestaltungs- und Mitverantwortungsmöglichkeiten im Schulalltag anbieten. In der Grundschule an der Hasenheide soll die Chance bestehen, dass Eltern, Lehrer, Kinder sowie andere Partner verschiedener Herkunft, unterschiedlichen Alters und Auffassungen miteinander in wechselnden Formen kooperieren können. So fördern wir gemeinsame Erfahrungen und lernen dadurch einander besser zu verstehen. Um die Eltern stärker an die Schule zu binden und sie gleichzeitig mit den Möglichkeiten der Grundschule vertraut zu machen, beziehen wir sie in verschiedene Vorhaben im Laufe des Schuljahres ein.

 

    1. 1.4.3 Schule als Begegnungsstätte – ausgewählte Beispiele für    außerschulische Partner

 

· Polizei Bernau                      Geschwindigkeitsmessung (Physik)

· Musikschule Zühlke              Musikunterricht

· Kommunalpolitiker                Politikunterricht

· Bibliothek   Bernau               Schriftstellerlesungen, Führungen

· Kreisverkehrswacht              Verkehrsschulung

· Barnimer Busgesellschaft     Busschule

· Joe Clever                             Umwelterziehung

· Sunshine Catering                 gesunde Ernährung und Vitalbuffet        

 

          Für Schüleraktivitäten in der Stadt Bernau besteht eine Zusammenarbeit mit zahlreichen öffentlichen 

          Einrichtungen der Stadt: Feuerwehr, Musikschule, Eislaufbahn, Schwimmhalle, Henkerhaus, Frakima-

          Werkstatt, Bibliothek und Freizeithaus Yellow.

 

  1.      1.4.4 Lernerfahrungen im Ganztag

 

           Unser Ganztagsangebot hat folgende Elemente:

  • Individuelle Lernzeit
  • Mittagsband
  • AG-Angebote
  • Hausaufgabenbetreuung

 

  1.    Individuelle Lernzeit in der Klassenstufe 1-4

In den Klassen 1 bis 4 haben die Kinder die Möglichkeit, während der individuellen Lernzeit (ILZ) ihre Lernaufgaben zu erledigen. Während dieser Zeit werden die Kinder durch eine Lehrkraft angeleitet und gleichzeitig durch eine ErzieherIn bei den Lernaufgaben unterstützt. Mit dem Anfertigen ihrer Lernaufgaben trainieren, vertiefen und festigen die Kinder neu Erlerntes, erkennen, was ihnen im Unterricht unklar geblieben ist und bereiten sich auf neuen Unterricht vor.

Die ILZ wird daneben auch dafür genutzt, die Kinder in bestimmten Bereichen individuell zu unterstützen, d. h. Lernpotential weiter auszubauen bzw. Stärken zu fördern. Die genauen Inhalte werden von der Lehrkraft auf die jeweilige Lerngruppe abgestimmt und spezifisch festgelegt (vgl. „Innere Rhythmisierung“).

Ab Klassenstufe 5 gibt es zweimal wöchentlich ein betreutes Hausaufgabenzimmer, in dem die Kinder unter pädagogischer Anleitung ihre Hausaufgaben erledigen können.

        

    1. Was ist individuelle Lernzeit?
        1. eine besondere didaktisch-methodische Form, die spezifischen organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen unterliegt
        2. die ILZ visiert den Erwerb von Schlüsselqualifikationen und Lernkompetenzen an, die schrittweise selbstbestimmtes und -organisiertes Lernen sowie Handeln ermöglichen
        3. Vermittlung grundlegender Bildung
        4. gezielte Hilfen bei der Bewältigung der Hausaufgaben

 

    1. Wann und in welchem Umfang?

                   1. im Rahmen der 6. Unterrichtsstunde bzw. im Anschluss daran

                   2. Klasse 1-2, 4  à umfasst 4 Wochenstunden à 45 Minuten – verpflichtend

                   3. Klasse 3 umfasst 5 Wochenstunden à 45 Minuten – verpflichtend

                   4. Klasse 5-6 umfasst 2 Wochenstunden à 45 Minuten - freiwillig und verpflichtend

 

  1.        Das Mittagsband

Die Schüler unserer Schule haben täglich eine durchschnittlich fest verankerte Zeit von 50 Minuten im Mittagsband zur Verfügung. In dieser Zeit können die Kinder ihr Mittagessen in der Mensa einnehmen. Täglich wird eine Auswahl von 2-4 Gerichten von der Firma Sunshine-Catering geliefert und in der Mittagspause ausgeteilt. Zusätzlich gibt es ein "Vitalbuffet", an dem frisches Obst und Gemüse den Kindern zur Auswahl stehen. In der Mensa wird darüber hinaus eine kostenlose Versorgung mit Trinkwasser durch Errichtung eines Trinkwasserbrunnens ermöglicht.

Zur Wahrung einer angemessenen Esskultur gibt es folgende Regelung:

 

 

Klasse 1-2

Klasse 3-4

Klasse 5-6

1. Abschnitt des Mittagsbandes

Bewegungspause auf dem Hof

Mittagessen in der Mensa

Bewegungspause auf dem Hof

2. Abschnitt des Mittagsbandes

Bewegungspause auf dem Hof

Bewegungspause auf dem Hof

Mittagessen in der Mensa

Anschließend in der 5. Stunde

Mittagessen in der Mensa

Unterricht mit ILZ

Unterricht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die gesunde Ernährung der Kinder wird auch durch verschiedene Unterrichtsprojekte gefördert, die in Zusammenarbeit und Mithilfe der Elternschaft sowie außerschulischen Fachkräften erfolgen.

         Beispiele hierfür sind:

  • Thematisierung eines gesunden Frühstücks in den Klassen,
  • Projekte in Kooperation mit der Verbraucherzentrale zum Thema "Gesunde  Ernährung"

 

  1.  Arbeitsgemeinschaften
  2. In Arbeitsgemeinschaften entwickeln und vertiefen die Schülerinnen und Schüler und Schüler     Interessen, Neigungen und fachliche Kenntnisse, in Zusammenarbeit mit engagierten Eltern und Vertretern öffentlicher Einrichtungen, wie z.B. das Stadtteilzentrum Bernau Süd und einzelner Vereine. An unserer Schule steht den Schülerinnen und Schülern eine große Auswahl an Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung, die in der Regel kostenfrei nutzbar sind. Ausgewählte Angebote wie z. B. die Unterrichtung eines Instruments müssen von den Eltern bezahlt werden. Bei finanziellen Engpässen ist die Unterstützung über den Schulsozialfond möglich. In Auswertung der Evaluierung gab es insbesondere bei den älteren Kindern eine hohe Zufriedenheit über das Angebot. Von Lehrkräften wurde rückgemeldet, dass das Angebot für die Lernanfänger erweitert werden könnte.

     1.5 Lebenslanges Lernen   

Lernen heißt Lachen. Lernen heißt in Bewegung bleiben. Lernen heißt         Gespräche führen. Schule muss die angeborene Neugier und Begeisterung für das Lernen fördern und erhalten."

So beginnt die Resolution des Bundeselternrats zum lebenslangen Lernen, in der unter anderem gefordert wird, dass "keine SchülerInnen die Schule ohne Abschluss verlassen."

         

Lebenslanges Lernen braucht Neugier, Begeisterung und das Wissen um die Möglichkeiten.

 

 

Alle Kinder haben ein Grundrecht auf qualitativ hochwertige und umfassende Bildung, die sie befähigt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Individuelle Förderung entscheidet darüber, ob unsere Kinder sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen entwickeln können.

Für die individuelle und nachhaltige Entwicklung von Schulen als Mitgestalter der Gesellschaft bedarf es der Einbindung aller an Schule Beteiligten. Wir nennen das “partizipative Schulentwicklung”. Im Einzelnen bedeutet das für uns: Partizipation ermöglichen, Ideenvielfalt nutzen und Eigenverantwortung stärken (s.a. Leitbild). Schulische Veränderungen sind dann erfolgreich, wenn alle Beteiligten gemeinsam bedarfsgerechte Lösungen für die Herausforderungen in ihrem Schulalltag entwickeln und diese als Team mit Begeisterung in die ganze Schule weitertragen und umsetzen.

 

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Aristoteles

 

 

Charakteristisch für unser Team ist die enge und respektvolle Zusammenarbeit aller an unserer Schule arbeitenden Erwachsenen.

Die Spezifik der verschiedenen Teams innerhalb der Arbeit an unserer Schule

ergibt sich aus den jeweils aktuellen Organigrammen unserer Schule (s. Abb.1)

Besondere Alltagrelevanz besitzen unsere Jahrgangsteams und die Arbeit des Flexteams unserer Schule. Die entsprechenden Kolleginnen treffen sich regelmäßig zur Absprache von organisatorischen und unterrichtlichen Fragen, sowie zur Absprache im Falle von Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Diese Arbeit der Teams bereichert die pädagogische Arbeit unserer Schule in jeder Hinsicht nachhaltig. So trifft sich das Flexteam z. B. gemeinsam mit der Sonderpädagogin einmal wöchentlich bei entsprechender Verankerung im Stundenplan.

Die Messbarkeit der Teamwirksamkeit ergibt sich aus den protokollierten Besprechungs- und den vorliegenden Arbeitsergebnissen u.a. zur Gestaltung des Unterrichts und die gemeinsame Umsetzung der Bewertungsgrundlagen. Die Arbeit der Teams wurde durch die jeweiligen Gremien unserer Schule bestätigt und unterliegt der allgemeinen Akzeptanz aller am Schulleben Beteiligten. Die Teamarbeit unterliegt einer realistischen sinnvollen Struktur, um alle Aufgaben des Schulalltags effizient und transparent zu bearbeiten. Die jeweilige Terminierung ergibt sich aus dem Jahresplan und den pädagogisch organisatorischen Schwerpunktsetzungen verankert im aktuellen Zeit-Maßnahmenplan.

 

In unserer Schulgemeinschaft wird eine Anerkennungskultur gelebt: Lob und Anerkennung verstärken die Freude am Lernen - Persönliche Stärken fördern statt Schwächen suchen! – dieser Ansatz spiegelt sich in einem unserer Leitbilder wieder. Die individuelle Förderung an unserer Schule gewährleistet den frühzeitigen Abbau jeder Form von Benachteiligung. Die Chancengleichheit der Kinder darf nicht vom Engagement einzelner Lehrer abhängig sein. Deshalb ist die Verpflichtung der LehrerInnen zur permanenten Weiterbildung, die dem Qualitätsbedarf an unserer Schule entspricht, unerlässlich.

Die Vorbereitung auf ein lebenslanges Lernen setzt ein intensives Beschäftigen mit Arbeitstechniken und methodischen Möglichkeiten voraus, sich selbst Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen und anzuwenden. Unsere integrative Schulformen mit den heterogenen Lerngruppen, dem gemeinsamem Lernen und der sonderpädagogischen Betreuung nutzt schon heute diese Chance.

Daher ist unsere konsequente Flexibilisierung des Unterrichts und der Ganztagsangebote bis Klasse 6 ein Weg, um auf individuelle Belange von SchülerInnen einzugehen. Allen Kindern wird die individuell notwendige Zeit für ihren bestmöglichen Übergang in die Sek.I gegeben.

 

Unsere Herausforderung besteht darin, sich weg von der derzeitigen Abschlussorientierung beim Übergang in Klasse 7 hin zu einer niveaustufendefinierten Anschlussorientierung zu entwickeln.

Diese Orientierung ist gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus.  Aus unserer Sicht ist es unerlässlich, dass dabei die gesamte Bandbreite des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens kindgerecht in den Blick genommen wird.

  1.      1.5.1 Kompetenzentwicklung

Inwieweit bereitet unsere Schule auf das Konzept des Lebenslangen Lernens als Notwendigkeit vor? Vor dieser Frage wird hier die Umsetzung oder Förderung der genannten Kompetenzentwicklungen als Voraussetzung für das Lebenslange Lernen an unserer Schule wiedergegeben.

Der veränderte Blick auf die Zielgestaltung des Unterrichts weg von Inhalten und hin zur Kompetenzorientierung hat Auswirkungen auf die Unterrichtsgestaltung:

 

Ein kompetenzfördernder Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass er anwendungs- und handlungsorientiertes Lernen ermöglicht, komplexe Aufgabenstellungen und wechselnde Sozialformen anbietet sowie das selbstständige Lernen einfordert.

 

  • Kompetenzorientierter Unterricht lässt unsere Schüler kenntnisreicher und handlungsfähiger und reflexionsfähiger werden.
  • Kompetenzorientierter Unterricht versetzt unsere Schüler in die Lage, selbstständiger zu lernen.
  • Kompetenzorientierter Unterricht befähigt unsere Schüler, Probleme zu lösen.
  • Kompetenzorientierter Unterricht unterstützt die sprachliche

Bildung von unseren Schülern.

  • Kompetenzorientierter Unterricht befähigt unsere Schüler, Bewertungssituationen besser zu bewältigen.
  • Kompetenzorientierter Unterricht ist immer auch differenzierender Unterricht für unsere Schüler, denn er unterstützt individuelle Lernwege.
  • Kompetenzorientierter Unterricht befördert den Lernerfolg von unseren Schülern und motiviert zum Weiterlernen.
  • Kompetenzorientierter Unterricht schafft bei unseren Schülern die Voraussetzungen für lebensbegleitendes Lerne

 

1.5.2 Standardorientierung

„Bildungsstandards legen fest, welche Kompetenzen die Kinder und Jugendlichen bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe mindestens erworben haben sollen … (Ihre) erste Funktion besteht in der Orientierung der Schulen auf verbindliche Ziele. Lehrkräfte, aber auch Lernende und deren Eltern können sich darauf bei der pädagogischen Weiterentwicklung von Schule undUnterricht beziehen … . Eine zweite Funktion der Bildungsstandards besteht darin, dass aufihrer Grundlage Lernergebnisse erfasst und bewertet werden. Mit Bezug auf die Bildungsstandards kann man überprüfen, ob die angestrebten Kompetenzen tatsächlich erworben wurden.“ (8 Bulmahn u.a. 2014)

  1. 1.6 Themen und Inhalte
  2. 1.6.1 Verkehrserziehung

Verkehrserziehung beginnt bei uns an der Schule mit der Einschulung. Jeder Schüler bzw. jedes Elternhaus der 1.Klassen erhält einen Schulwegplan. Im Sachkundeunterricht bereiten die Lehrkräfte der 4.Klassen die Schülerinnen und Schüler auf die Fahrradprüfung vor. Für den praktischen Teil ist die Verkehrswacht Barnim in Zusammenarbeit mit der Polizei verantwortlich. Am Tag der Prüfung werden die Besten im Hindernisparcours und „Langsamfahren“ ermittelt. Die Sieger sind Teilnehmer der Radfahrkreismeisterschaft.

 

  1. 1.6.2 Gesundheitserziehung und Sport

Neben der Gesundheitserziehung hat der Sport an unserer Schule einen hohen Stellenwert. Viele sportliche Höhepunkte ergänzen die festen Traditionen im Schuljahr. Turniere auf Klassenstufenbasis sind u.a. im Zweifelderball, Basketball und Fußball zur Tradition geworden. Der Wettbewerb „Hochsprung mit Musik“ hat sich an unserer Schule fest etabliert und gehört zu den regelmäßigen Höhepunkten für unsere Schülerinnen und Schüler. Vergleiche im Rahmen des Wettkampfes „Jugend trainiert für Olympia“ besitzen einen festen Platz in der Sportplanung an unserer Schule. Seit dem Schuljahr 2012/2013 können unsere Schüler am Schwimmunterricht im Sportforum in Bernau teilnehmen. Während dieser Zeit wird in individuellen Gruppen gearbeitet. Die Anfänger lernen die Technik des Brustschwimmens kennen und üben diese. Schülerinnen und Schüler mit Vorkenntnissen können entsprechende Schwimmstufen ablegen bzw. lernen neue Bewegungsabläufe kennen. Zu den größten sportlichen Höhepunkten gehören die Sportfeste, welche altersdifferenziert durchgeführt werden.

2 Schulinterne Curricula (Verweis auf Teil C)

2.1 Übergreifende B+E Aufgaben

        1. Monat

Aktivität

Januar

Leseprojekte für die Kita

Februar

Fasching

März

Schulrevue

April

Osterprojekttage

Schnupperunterricht für Kita-kinder

Mai

Schnuppernachmittag für Lernanfänger. Sportfest 1-3

Juni

Klassenfahrten , Kindertag

Juli

Abschluss Klasse 6

August

Einschulung für die 1. Klassen

September

Sportfest 4-6

Oktober

Matheolympiade

November

Vorlesewettbewerb

Dezember

Weihnachtssingen, Trödelmarkt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1.  

2.2 Schulkultur

2.2.1 Traditionen

An unserer Schule haben sich im Jahreskreis zahlreiche Traditionen etabliert. Dabei gibt es solche, die im Schulverband organisiert sind oder aber jene die spezifischen Jahrgangsstufen betreffend. Hier engagieren sich die Lehrkräfte unserer Schule im Sinne der Kinder, um für sie einen abwechslungsreichen und angenehmen Schulalltag zu gestalten:

 

2.2.2 Sprach- und Medienbildung

Medienkompetenz ist ein Prinzip von Unterricht:

 

Das Ziel unserer Schule ist es, die Kinder auf ihrem Weg zur Ausformung einer eigenen Persönlichkeit fördernd und fordernd zu begleiten und sie zu befähigen, am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen.

Individualisiertes Lernen an der Grundschule an der Hasenheide:

 

  • Binnendifferenziertes Arbeiten in heterogenen Lerngruppen ist jederzeit kurzfristig organisierbar.
  • Arbeitsergebnisse einzelner Schülerinnen und Schüler stehen allen anderen schnell zur Verfügung und können damit z. B. Grundlage gemeinsamer Weiterarbeit sein. Ideal sind solche Arbeitsvorgänge in Verbindung mit einem Active Board (statt Kreide-Tafel) im Lehrergesteuerten Unterricht.
  • In Gruppenarbeitsphasen sind die Ergebnisse kurzfristig austauschbar bzw. gemeinsam weiter zu bearbeiten.
  • Die Möglichkeiten des Rechners fördern die systematische Gliederung von Sachverhalten und dadurch das präzise Arbeiten sowie eine angemessene und ordentliche Gestaltung von Arbeitsergebnissen.
  • Eine adäquate Präsentation von Ergebnissen wird den Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler über ihre geleistete Arbeit gerecht. Unterrichtsergebnisse und individuelleArbeitsergebnisse können einer interessierten Öffentlichkeit (z. B. Schulöffentlichkeit) zur Verfügung gestellt werden.
  • Das Lernen auf der Grundlage eines individuellen Lernstandes kann gefördert werden, z.B. durch Anlegen einer eigenen Vokabelkartei oder durch das Anlegen einerLernstandsdiagnose für den einzelnen Schüler, die diesem von Seiten des Lehrers alsfortzuschreibendes Dokument zur Verfügung gestellt wird.
  • Durch den Laptop verändert sich auch der lehrgangsbezogene Fachunterricht erheblich:     Unser Ziel ist es hier, auf ein Ordnungssystem zurückzugreifen, das kein Heft oder konventioneller Ordner zur Verfügung stellt. Außerdem steht dieses unterschiedlichen Fächern und Fachbereichen zur Verfügung und fördert damit fachübergreifendes Arbeiten. Interaktives Arbeiten auch im lehrergesteuerten Unterricht ist möglich. Übungen lassen sichbinnendifferenziert gestalten. Die Vielfalt der Zugriffe auf ein Thema ist erheblich höherals in jedem Lehrbuch, so z. B. auch audio-visuelle Lernphasen ohne großen Aufwand.
  • Die Nutzung von Laptops gleicht soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten aus:

 

Alle arbeiten auf der gleichen technischen Grundlage, nutzen die gleiche Software.

Es werden jahrgangsbezogene Mindestkompetenzen beschrieben. Schülerinnen und Schüler lernen, sich selbst einzuschätzen (Portfolio).

 

Übergreifende Themen

Bei den übergreifenden Themen verweisen wir auf den B-Teil unseres Rahmenlehrplans

 

  • Die Berufs- und Studienorientierung wird in allen Unterrichtsinhalten und -themen in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 einbezogen.
  • D.h. wir gestalten Lernsituationen, die von den Erfahrungen und Erlebnissen der Schülerinnen und Schüler mit der Arbeits- und Berufswelt in ihrem familiären Umfeld, ihrem Wohn-, Schul- und Freizeitbereich sowie deren Interessen ausgehen.
  • In den Jahrgangsstufen 5 und 6 beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler vertieft mit einzelnen Berufsfeldern.
      1.  

Berufs- und Studienorientierung

  • Regelmäßige Betriebsbesichtigungen und Betriebserkundungen werden hierfür besonders im Neigungsunterricht dieser Jahrgangsstufen durchgeführt. Im Fachunterricht werden Aufgaben mit Bezug zur Lebens- und Arbeitswelt zu bearbeitet. Über den Einblick in die Vielfalt von beruflichen Optionen reflektieren wir auch das geschlechtsspezifische Berufswahlverhalten.
  • (Vgl. dazu auch die Berufs- und Studienorientierung ausgewiesen in den übergreifenden Themen im B-Teil)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.3 Pädagogische und organisatorische Schwerpunktsetzungen Zeit- und    Maßnahmeplan

 

2.3.1 Lernkultur

Unterricht

 

In einer sich wandelnden Gesellschaft muss sich auch die traditionelle Lernkultur ändern. Alle am Schulleben Beteiligte haben Verantwortung für das Gelingen des Lern-, Bildungs- und Erziehungsprozesses zu übernehmen. Entsprechend verlässliche Organisationsformen, die dies ermöglichen, sind zu etablieren.

 

An unserer Schule wird das Lernen als Generierung individueller Wissensstrukturen durch aktive Auseinandersetzung im sozialen Austausch mitanderen definiert. Denken und Handeln erfolgen kontextbezogen oder situiert; durch Kommunikation und Zusammenarbeit werden unterschiedliche Sichtweisen auf den Gegenstandsbereich erzeugt und ausgehandelt. Die Rolle der Lehrperson wandelt sich vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter. Die Informations- und Kommunikationstechnologien können auf Grund ihrer Potentiale einen solchen Wandel mit unterstützen.

 

Die Lehrkräfte an der Grundschule an der Hasenheide werden zunehmend durch die individuelle Lernbetreuung der sehr heterogenen Schülerschaft zum Lernberater bzw. Lerncoach, Impulsgeber und Moderator. Dies setzt eine hohe Flexibilität voraus, die einerseits auf die unterschiedlichen Kinder und deren Lerndispositionen eingeht, die andererseits offen ist für neue Inhalte und Lernformen bis hin zu dem Eingeständnis, auch nicht für alles Fachfrau oder Fachmann sein zu können. Unsere LehrerInnen und sind als Erwachsene gefestigter in der Einschätzung und Bewertung von Inhalten und Haltungen und vertreten einen Standpunkt. Und gerade in mediengestützten Lernprozessen, bei denen die Lerner auf eine ungeheure Informationsflut treffen, sind kompetente und urteilssichere Lernbegleiter von großer Wichtigkeit. Es kommt immer mehr darauf an, den Schülerinnen und Schülern zu helfen, das Gelernte in den richtigen Zusammenhang zu stellen, die richtigen Fragen zu stellen und sich nicht unkritisch jeder Information auszusetzen. Dazu gehört auch das Wissen um das „passende“ Medium, um an die richtigen Informationen zu kommen bzw. diese zu verarbeiten, um so die SchülerInnen zu befähigen, informations- und adressatenadäquat mit dem Gelernten umzugehen. Dass dazu auch bei den LehrerInnen die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit der Technik und ihrem sinnvollen Einsatz an passender Stelle gehören, versteht sich für uns von selbst.

      1.  

Werte und Werteerziehung

 

 

Charakter ist das, was man hat, wenn keiner zuschaut. Siegried Lowitz

 

 

Für die Einhaltung unserer Werte haben wir in einem intensiven gremienübergreifenden Diskussionsprozess im Schuljahr 2011 /2012 eine neue Hausordnung entwickelt und erlassen. Diese befindet sich im Anhang. Als ein Beispiel einheitlichen Vorgehens zur Sicherstellung des Wohlergehens und der Sicherheit aller Kinder sei folgend das

 

Vorgehen zur Bewältigung von Konflikten dargestellt:

 

Konflikte sind im Alltag normal. Es ist nur eine Frage wie man damit umgeht. Am Ende eines Streites stehen die Reflexion und die Entschuldigung. Wichtig ist es,,eine Lösung zu finden. Dazu werden von Anfang an gemeinsame Regeln aufgestellt. Diese gilt es einzuhalten. Daher sollten die einmal aufgestellten Regeln als Selbstverständlichkeiten verstanden und über deren Einhaltung/Umsetzung nicht diskutiert werden.

Die Entschuldigung in Klasse 1 und 2 kann wie folgt aussehen:

Ich male als Entschuldigung ein Bild mit dem Wort „Entschuldigung“, übergebe es persönlich und sage, dass es mir leid tut.

 

Ab Klasse 3 kommt es zur persönlichen Entschuldigung, teilweise wird auch das Abschreiben der entsprechenden Regeln praktiziert. Obwohl eine gewisse Offenheit des Lehrerteams zu dieser Arbeitsform vorliegt ist es bisher noch nicht gelungen Streitschlichter an unserer Schule auszubilden, damit die Kinder lernen, Streit auch untereinander zu schlichten.

Haben Konflikte größere Ausmaße angenommen, müssen die Eltern benachrichtigt werden. Dann folgen Gespräche mit dem Ziel der Klärung und Wiedergutmachung. Dazu wird durch die Schulleitung ein Lernvertrag geschlossen.

Muster für den Lernvertrag und Beispiele für die Wiedergutmachung sowie Elternbriefe befinden sich im Anhang.

 

Die Grundschule „An der Hasenheide“ besitzt eine flexible Zeitstruktur, die Handlungs- und Entscheidungsspielräume für die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und ErzieherInnen zur Gestaltung individueller Lernprozesse ermöglicht.

 

  • Die o.g. Entscheidungsspielräume werden erfolgreich umgesetzt, wenn im Rahmen der äußeren Rhythmisierung der Tag in langen Zeittakten strukturiert ist.

 

  • Ob und inwiefern das Ziel erreicht wurde, erkennt man daran, dass Eingangsphasen, flexible Erholungszeiten, flexible Lernaufgaben in der ILZ, Beratungszeit umgesetzt und eingehalten werden

 

Die o.g. Entscheidungsspielräume werden erfolgreich umgesetzt, wenn im Rahmen der inneren Rhythmisierung die Pädagogen und Schüler Möglichkeiten nutzen zur Ausgestaltung der Lernzeit entsprechend der jeweiligen inhaltlichen Anforderungen und dem individuellen Lernrhythmus der Schülerinnen und Schüler selbst.

 

 

Ob und inwiefern das Ziel erreicht wurde, erkennt man daran, dass

  • die ILZ existiert und umgesetzt wird
  • Übungsräume bzw. Teilungsräume und Lerninseln geschaffen und benutzt werden
  • Wochenplanarbeit etabliert ist
  • Binnendifferenzierung ein fester Bestandteil des Unterrichts in allen Jahrgangsstufen ist
  • die Schülerinnen und Schüler vertraut mit den verschiedenen didaktischen Lernformen z.B.  Stationenlernen, Lerntheke sind
  • Lernpartnerschaften gebildet werden
  • Schülerpräsentationen ein fester Bestandteil der Unterrichtsarbeit sind

 

    1.  

2.3.2  Lernphasen

 

Lernbereiche

Entwicklungsschwerpunkte:

 

Schule als »Haus des Lernens

 

Fachliches und überfachliches Lernen

 

Internationalisierung der Bildung

 

           Koedukation als Gestaltungsprinzip von Bildung

 

Lernen in der Informationsgesellschaft

 

Gestaltungsfreiraum der Schulen

 

    1.  

2.3.3 Fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen

 

Der Einsatz des Lesekonzepts ist erfolgreich, wenn

  • die Schülerinnen und Schüler über eine angemessene Lesekompetenz verfügen
  • die Schülerinnen und Schüler Fachtexte verstehen
  • die Schülerinnen und Schüler den Lesenavigator kennen und anwenden können

 

Ob und inwiefern das Ziel erreicht wurde, erkennt man daran, dass

  • einmal jährlich Lesewettbewerbe stattfinden und als Schuljahreshöhepunkt im Schulprogramm verankert sind
  • Vorlesevormittage für die Lernanfänger ein fester Bestandteil der Schulkultur sind
  • die Schülerinnen und Schüler die Schulbibliothek und die Bibliothek der Stadt Bernau regelmäßig nutzen
  • die Ergebnisse von VERA und den Vergleichsarbeiten in den Fachkonferenzen diskutiert und ausgewertet werden
  • regelmäßig Ganzschriften im Deutschunterricht behandelt werden und Lesetagebücher etabliert sind

Projektarbeit

Die Projektmethode ist an unserer Schule die Unterrichtsmethode, die am meisten auf Schülerselbsttätigkeit und Eigenverantwortung ausgerichtet ist.

Wir beobachten, dass immer mehr Lehrkräfte sich dieser Variante des selbst gesteuerten und selbst entdeckenden Lernens zuwenden, da die entsprechenden Qualifikationen in der Arbeitswelt immer mehr benötigt werden. Vor allem beruflicher Aufstieg scheint ohne Kenntnisse und Erfahrungen in Projektmanagement kaum noch möglich.Projektarbeit an unserer Schule ist nicht nur herkömmliche Gruppenarbeit, es ist viel mehr!

Projektarbeit ist das selbstständige Bearbeiten einer Aufgabe oder eines Problems durch eine Gruppe. Das Projekt reicht von der lanung über die Durchführung bis zur Realisierung und Präsentation des Ergebnisses.

Ausgangspunkt ist immer ein Problem, dessen Lösung man noch nicht kennt.

Werden Projekte an unserer Schule durchgeführt, kann das Themenfeld, aus dem sich die Aufgabenstellung ergibt, unter Umständen sogar von der Lerngruppe selbst ausgewählt werden. Im Normalfall wird das Problem vom Lehrer vorgegeben (so z.B. ein neues Konzept für die Schüleraufsicht, eine Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung unseres schuleigenen Hausaufgabenhefts).

Je nach Umfang der Projektaufgaben gliedern sich Projekte (nahezu zwangsläufig) in mehrere Projektphasen:

1. Phase:

Einstiegsphase mit der Formulierung der konkreten Projektaufgabe

2. Phase:

Vorbereitungsphase mit der sachlichen und zeitlichen Gliederung des Problemlösungsvorhabens und der Bildung von Arbeitsgruppen

3. Phase:

Zentrale und dezentrale Planungsphase für die einzelnen Teilschritte und    die Entscheidung für einen Lösungsweg

4. Phase:

Zentrale und dezentrale Ausführungsphase

5. Phase:

Auswertungsphase und Kontrolle

6. Phase:

Ergebnispräsentation

 

Bei umfangreicheren Projekten ist es vielfach nötig, die Phasen 3 bis 6 innerhalb der Projektgruppen mehrmals zu durchlaufen, wenn die Projektgruppe nicht bereits beim ersten Versuch eine befriedigende Lösung findet. Erst dann sollte das Projektergebnis dem externen Auftraggeber präsentiert werden. Externer Auftraggeber kann im Idealfall ein Kooperationspartner (vgl. TheoPrax) bzw. eine andere Klasse oder die Schulleitung sein. Im Normalfall wird die Lehrkraft als Auftraggeber fungieren und mit der Klasse einen Projektvertrag abschließen, in dem Problemstellung und Zeitvorgabe exakt beschrieben sind.

Selbstverständlich sind auch kleinere Projekte (mehrere Projekte in einer Klasse mit zeitlich begrenzten Projektaufgaben) denkbar.

Zur Kontrolle des Projektfortschritts dienen so genannten „Meilenstein-Sitzungen“, auf denen die Teilergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert werden, bevor man das weitere Vorgehen im Projekt beschließt.

Wesentlichstes Merkmal der Projektmethode ist die Projektsteuerung durch die Projektteilnehmer. Dazu muss eine Leitungs- oder Steuerungsgruppe ausgewählt werden, die den Projektfortschritt überwacht und beeinflusst. Ihr obliegt insbesondere das Zeitmanagement für das Gesamtprojekt und die Koordination der Projektgruppen im Hinblick auf das gemeinsame Arbeitsergebnis.

Die Projektsteuerung auch Projektleitung oder Projektmanagement ist das eigentliche Herzstück der Projektarbeit.

Wie bringe ich andere Menschen, hier mein Mitschüler, dazu,

  • etwas Beschlossenes tatsächlich auch zu tun?
  • etwas innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu tun?
  • für ihre Arbeit und Aufgabe Verantwortung zu unternehmen?
  • rechtzeitig fertig zu werden?
  • innerhalb der Gruppen mit einander zu sprechen, zusammenzuarbeiten, sich nicht zu streiten oder Streitigkeiten zumindest zurückzustellen?
  • andere Arbeitsgruppen über Beschlüsse der eigenen Gruppe zumindest zu informieren, sich mit anderen Gruppen abzusprechen oder gar gemeinsam Beschlüsse zu fällen?
  • die Aktivitäten der anderen Arbeitsgruppen bei den eigenen Arbeiten und Planungen zu berücksichtigen?
  • etwas zu tun, was die Leitungsgruppe beschlossen hat u. v. m.

Projektmanagement ist etwas, was schon viele Erwachsene im Betrieb und im Privatleben vor große Herausforderungen stellt und oftmals scheitern lässt, noch größer ist die Herausforderung für Jugendliche und Schüler, vor allem beim ersten richtigen Projekt, für das sie selbst verantwortlich sind.

Aber auch, wenn das Projekt erst nach vielen Fehlschlägen doch noch gelingt oder wenn es überhaupt nicht gelingt, es ist auf jeden Fall für die aktiv Mitwirkenden ein immenser Gewinn an Lebenserfahrung, den man sonst nirgendwo in der Schule erwerben kann (Vgl. z.B. das gescheiterte Projekt "Jobcon").

Vielfach ist es sinnvoll, auch eine so genannte Dokumentationsgruppe einzurichten, die das Layout der Gesamtpräsentation festlegt, die Beiträge der einzelnen Arbeitgruppen in die Präsentation einbindet und die Präsentation fertig stellt. Zudem ist sie für das Dokumentieren der Projektarbeit selbst zuständig (digitale Fotos von Gruppenmitgliedern und Plakaten, Aufnehmen von Redebeiträgen usw.).

Aber Achtung: Die obige Struktur ist nicht zwingend. Durch tägliche Meilensteinsitzungen kann die Leitungssitzung, in der alle Beschlüsse gemeinsam getroffen werden; ersetzt werden, das funktioniert auch sehr gut mit ganzen Klassen und hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt. Anstelle einer Dokugruppe kann auch zunehmend eine Fotogruppe oder Websitegruppe bzw. Präsentationsgruppe eingesetzt werden. Die Projektgruppen und damit die Arbeitsaufträge und Gruppenzugehörigkeit der Teilnehmer werden sich während des Projektes auch immer wieder verändern: Projektgruppen haben ihre Arbeit beendet, neue Aufgaben müssen bearbeitet werden. Vielfach müssen die Schüler auch gleichzeitig in mehreren Gruppen mitarbeiten. Als Konstante laufen während des Gesamtprojektes eigentlich nur die "Präsenationsgruppen" durch (Foto-, Web-, Abschlusspräsentationsgruppen).
Näheres hierzu auch unter
http://projekt-weisser-ring.jimdo.com/lehrerinfo/  

Mit der Veränderung der Organisationsstruktur und Projektsteuerung (= Ersetzen der Projektleitung durch täglich Meilensteinsitzungen) haben wir Teile der neuen agilen Projekt- und Innovationssteuerung übernommen! Statt Meilensteinsitzung heißt es jetzt aber "daily scrum meeting", die Planungen "sprint planing", die Fortschrittsüberprüfung "sprint review meeting" und der projektbetreuende Lehrer könnte dann in die Doppelrolle des "scrummasters" und "stakeholder" schlüpfen und das "time boxing" übernehmen.
Vgl. z.B.
http://scrum-master.de/Scrum-Meetings und Projektanleitung https://finanzchecker.jimdo.com/ueber-uns/projektmanagement/  

Ein Projekt ist somit ein konkretes, möglichst an realen Problemstellungen ausgerichtetes "Lernunternehmen", das eine Gruppe aushandelt, plant, anpackt, durchhält oder auch abbricht. Für das Projektergebnis selbst ist alleine die Projektgruppe selbst verantwortlich.

Die Lehrkraft hat hierbei nur beratende und unterstützende Funktion, sie wirkt bestenfalls nur im Hintergrund.

Im Erfolgsfall muss das Projekt zu einem konkreten Ergebnis führen, das dem Projektauftraggeber vorgestellt und übergeben werden kann. Noch besser wäre es, etwas auch zu realisieren (z.B. einen Ausflug organisieren, regelmäßige jährliche Umsetzung der Projektideen aus der Jugendbildungsstätte Kurt-Löwenstein in Werneuchen. Eine gute Idee wäre auch, das Projekt mit Elternengagement zu verbinden ("Lernen durch Engagement").

 

Methodenpool

 

Außerschulische Erfahrungen

 

Außerschulische Lernorte betrachten wir als Möglichkeiten der unmittelbaren Begegnung und Erfahrung. Besonders im Sachunterricht erwerben unsere Schülerinnen und Schüler Kompetenzen, die ihnen das Erforschen, Verstehen und Mitgestalten der Welt erleichtern. Lebensnähe und originale Begegnung, auch durch das Aufsuchen außerschulischer Lernorte und den Einbezug von Expertinnen und Experten, sind dabei wichtige Prinzipien sachunterrichtlichen Lernens. Authentische eigene Erfahrungen sind Stütze und Bedingung des kindlichen Verstehens und ermöglichen eine Urteilsbildung. Hier werden vielfältige Erlebnisse für die gesamte Lerngruppe geschaffen. In Zeiten, in denen unsere SchülerInnen immer mehr dem Computer- und Fernsehkonsum ausgesetzt sind, anstatt mit ihrer Familie in die Natur zu gehen, birgt dies die Gelegenheit, dass die SchülerInnen auf längere Sicht von diesen Erlebnissen profitieren und Orte wie etwa Parks, Wälder, Museen auch weiterhin besuchen werden. Doch nicht nur für den einzelnen Schüler sind diese wichtig. Nicht zu unterschätzen ist die Wirkung auf das soziale Miteinander in der Lerngruppe. Während der Ausflüge zu außerschulischen Lernorten werden besondere Erlebnisse geschaffen, die eine Klasse dauerhaft prägen und sich positiv auf das soziale Miteinander auswirken können.

      1.  

Wertschätzung kultureller Identitäten/ Mehrsprachigkeit

 

Max Artists öffnet an unserer Schule die Räume! Und diese sollten allen SchülerInnen zugänglich sein! Kulturelle Bildung wirkt! Sie fördert Kern- und Schlüsselkompetenzen, stärkt die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstwertgefühl!

Kulturelle Bildung vermittelt unseren SchülerInnen Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen!

Kinder machen im Alter von bis zu sieben Jahren die prägendsten Lernerfahrungen. Dass sie ausschließlich über Interaktion und Sinneseindrücke lernen, sich die Welt (be-)greifbar machen. Ästhetische Bildung – das Erschließen von Welt in sinnlicher Auseinandersetzung mit dieser – verstehen wir als teil kultureller Bildung. In vielen Millionen Varianten, ihrem Anspruch aber gleich, vermittelt die Kunst Erkenntnis und Frage zugleich.

Max Artists in Residence ist an unserer Grundschule seit nunmehr zwei Jahren etabliert. In dieser lernprägenden Phase können unsere SchülerInnen sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung entfalten, Zugang zu einem erweiterten Bildungsbegriff erhalten und es werden ihre sozialen und fachlichen Fähigkeiten besonders durch das Atelierangebot in unserer Kooperationsschule dem AFS Nibelungen zusätzlich zum regulären Schulbetrieb im Rahmen des Ganztagsangebots gefördert.

Wir arbeiten mit einer professionellen Künstlerin zusammen, die ihr Atelier in unserer Kooperationsschule eingerichtet hat und dort sowohl an eigenen Werken als auch gemeinsam mit unseren SchülerInnen und den Lehrkräften in künstlerischen Prozessen arbeitet. Die künstlerische Arbeit erfolgt in einem bewertungsfreien Raum, in dem möglichst gleichberechtigt und mit offenem Ausgang gearbeitet wird. Die entstandenen Arbeiten werden am Ende eines Schuljahres meist im Bernauer Rathaus präsentiert – und auch in unserer Schule gezeigt. Durch dieses Projekt erhalten die KünsterInnen neue Impulse für ihr eigenes Schaffen, unsere SchülerInnen begeben sich auf neue Bildungswege in der Schule und die Lehrkräfte können sich für ihren Fachunterricht von Lehr- und Lernmethoden aus dem Atelier inspirieren lassen.

Damit das gelingen kann, sind alle KünsterInnen mit den Schulleitungen und ihren KontaktlehrerInnen so intensiv wie möglich im Austausch. Die Kommunikation zwischen den zwei unterschiedlich funktionierenden Systemen Kunstatelier und Schule ist in der Umsetzung des Programms so bedeutend wie entscheidend. Alle Beteiligten haben sich auf den Weg gemacht, um individuelle Vereinbarungen und Strukturen miteinander zu entwickeln und zu erproben.

Die von Max Artists angesetzte Evaluation zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Grundlegend lässt sich formulieren, dass das Atelier von unseren SchülerInnen als Ort wahrgenommen wird, an dem alternative Regeln und Möglichkeiten zu denen in dem bekannten Schulkontext erprobt, ausprobiert und experimentiert werden können. Weiterhin wird in der Evaluation beschrieben, dass die SchülerInnen dort „frei denken“ und „sich künstlerisch austoben“ können. Die Aktionsräume und individuellen Zugänge, die die die Künstlerin in Kombination mit der Materialvielfalt aufzeigt, eröffnen unseren SchülerInnen neue Möglichkeiten und (Selbst-)Erfahrungen, mit Kunst in Berührung zu kommen, eigene Ideen und Projekte zu entwickeln und umzusetzen und darin einen Kontrast zur anderen Unterrichts- und Alltagssituationen zu erleben. Damit einher geht die Stärkung des Selbstbewusstseins, denn die SchülerInnen erfahren diese individuell abgestimmte Zusammenarbeit mit der Künstlerin als Wertschätzung und Anerkennung. Das Atelier ist Werkzeug für Prozesse der partizipativen Schulentwicklung!

3 Leistungsfeststellung und –bewertung (mit Verweis auf die Beschlüsse der FK)

 

    1.  

3.1.1 Kriterienorientierung

           (mit Verweis auf das Konzept zur Leistungsbewertung sowie auf die  Beschlüsse der FK)

 

    1.  

3.1.2 Lernberatung

         (mit Verweis auf das Konzept zur Leistungsbewertung sowie auf die Beschlüsse der FK)

 

Ergebnisse unserer Leitbildentwicklung zum RLP

Stärken 1

Stärken 2

 

Resümee